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Wie bewertet man die Qualität der vom Bauträger eingebauten Fenster? Müssen sie ausgetauscht werden?

Wie hochwertig sind die in einem Neubau eingebauten Fenster und lohnt es sich, sie sofort auszutauschen? Eine eindeutige Antwort ist schwer, doch Bauträger wählen in der Regel Lösungen, die das Baubudget optimieren. Anders gesagt: An dieser Stelle wird oft gespart. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Unterschied zwischen „einfachen“ und wirklich komfortablen Fenstern erheblich sein kann – und sich zugleich auf Wärmedämmung, Schallschutz und Langlebigkeit auswirkt. Ob es sinnvoll ist, die vom Bauträger eingebauten Fenster direkt auszutauschen, lesen Sie in unserem Beitrag.

Worauf man bei der ersten Besichtigung achten sollte

Man sollte mit einer visuellen Beurteilung und den grundlegenden Eigenschaften der Fenstersysteme in der neuen Wohnung beginnen. Dazu gehören:

  • Profil – Dicke, Hersteller, Anzahl der Kammern (meist 3–5 Kammern bei günstigen Lösungen und 5–7 bei hochwertigeren);
  • Isolierglas – zweifach oder dreifach verglast, Vorhandensein einer energiesparenden Beschichtung;
  • Beschläge – leichtgängiges Öffnen, Anpressdruck, kein Spiel;
  • Dichtungen – Material, Elastizität, keine Risse oder Verformungen;
  • Montage – prüfen Sie, ob Spalten, Verzüge oder unebene Laibungen vorhanden sind.

Wenn bereits in dieser Phase Mängel sichtbar sind oder Zugluft spürbar ist, ist das ein Signal dafür, dass die Qualität zu wünschen übrig lässt und ein Austausch besser in Betracht gezogen werden sollte.

Prüfung der Wärme- und Schalldämmung

Der Wohnkomfort in einer Wohnung hängt in hohem Maße von folgenden Parametern ab:

  • Vorhandensein von energiesparendem Glas (Low-E);
  • Dicke des Isolierglases (optimal ab 32 mm);
  • Dichtheit des Flügelanschlusses;
  • Geräuschpegel von draußen bei geschlossenen Fenstern.

Wenn die Wohnung zu einer stark befahrenen Straße oder zu einer offenen Fläche hin ausgerichtet ist, wird eine schwache Schalldämmung unmittelbar nach dem Einzug spürbar. Und das wirkt sich direkt auf die Lebensqualität im neuen Zuhause aus.

Montagequalität – besondere Aufmerksamkeit erforderlich

Selbst ein gutes Fenster – und solche gibt es auch in Neubauten – kann wegen einer fehlerhaften Montage schlecht funktionieren. Prüfen Sie:

  • Ob Montageschaum ohne Hohlräume und Unterbrechungen verwendet wurde;
  • Ob Dampf- und Abdichtungsbänder vorhanden sind;
  • Ob Fensterbänke und Außenfensterbänke korrekt eingebaut wurden;
  • Ob am Umfang keine Luftdurchlässigkeit besteht.

Montagefehler zeigen sich oft schon im ersten Winter – es entstehen Kondenswasser, Froststellen oder sogar Schimmel.

Typische Probleme mit Fenstern vom Bauträger: womit ist zu rechnen

In einem neuen Gebäude können folgende Fenstermängel auftreten:

  • Es wurden Zweifachverglasungen statt Dreifachverglasungen eingebaut;
  • Es wurden günstige Beschläge verwendet, die schnell verschleißen;
  • Zu geringer Anpressdruck der Flügel;
  • Einsparungen bei den Montagematerialien;
  • Fehlende zusätzliche Schall- oder Wärmedämmung.

Es ist anzumerken, dass dies nicht immer kritisch ist, aber Nachbesserungen oder einen Austausch erforderlich machen kann.

Wann eine Einstellung oder Modernisierung ausreicht

Nicht immer müssen die Fenster in Neubauten vollständig ausgetauscht werden. In vielen Fällen helfen einfache Lösungen. Gemeint sind:

  • Einstellung der Beschläge für einen festeren Anpressdruck;
  • Austausch der Dichtungen durch hochwertigere;
  • Einbau eines energiesparenden Isolierglases anstelle der einfachen Standardverglasung;
  • Nachrüstung einer Mikro-Lüftungsfunktion.

Das ist günstiger als ein kompletter Austausch und kann den Wohnkomfort deutlich verbessern.

Wann ein Austausch wirklich notwendig ist

Ein vollständiger Austausch ist gerechtfertigt, wenn das Profil dünn ist und sich verformt. Ebenso dann, wenn das Isolierglas die Wärme nicht hält oder andere offensichtliche Mängel aufweist.

Beschlagen die Fenster ständig und bildet sich selbst bei normaler Luftfeuchtigkeit Kondenswasser? Dann ist ein Austausch wahrscheinlich erforderlich. Ist der Lärmpegel kritisch hoch oder wurde die Montage grob fehlerhaft ausgeführt, sind auch das klare Gründe für einen Austausch. In solchen Fällen amortisieren sich die Kosten für neue Fenster schnell durch bessere Energieeffizienz und höheren Komfort.

Fenster vom Bauträger behalten oder nicht?

Fenster vom Bauträger sind nicht immer schlecht, aber fast immer ein Kompromiss. Bevor man eine Entscheidung über den Austausch trifft, sollte man eine grundlegende Bewertung vornehmen – Profil, Isolierglas, Beschläge und Montage prüfen. In manchen Fällen reichen eine Einstellung oder eine teilweise Modernisierung aus. Wenn die Probleme jedoch systematisch sind, ist es besser, sofort in hochwertige Fensterkonstruktionen zu investieren, um Wärmeverluste, Lärm und zusätzliche Kosten in der Zukunft zu vermeiden.

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